One-Page-Webdesign

Vorteile und Nachteile eines One-Pagers

Eine Internetseite als One-Pager, man spricht auch von einer Single-Page oder seltener von einer Pageless-Site, stellt eine Strukturierung im modernen Webdesign dar. Ein One-Pager besteht, wie der Name schon sagt, aus nur einer Seite auf der alle Informationen dargestellt werden. Layout und Struktur sind in verschiedene Bereiche gegliedert die einfach untereinander angezeigt werden. Das One-Page-Design bricht alte Paradigmen auf und ist für einige wenige Internetseiten eine gute Alternative.

Als One-Pager geeignet?

Als Erstes sei gesagt: Ein schickes Design macht eine Internetseite noch lange nicht gut! (Vgl.: Artikel) Die Entscheidung auf ein One-Page-Design zu gehen beruht auf vielen Fragen und Gegebenheiten in Bezug auf Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung und inwiefern man auf Google baut. Sollten Sie diese Fragen bereits geklärt haben, können Sie uns jetz anrufen und wir gestalten und entwickeln Ihren One-Pager: +49 8031 6145091. Sollten Sie noch am Anfang Ihrer Überlegung stehen, lesen Sie einfach weiter.

Für welche Unternehmen sind One-Pager nicht geeignet?
Unternehmen mit einer breiten Produktpalette oder vielen Dienstleistungs-Angeboten sollten eher von einer One-Page Lösung absehen. Oft sind zu viele Informationen nötig um diese Produkte oder Dienstleistungen zu beschreiben. Ein "endloses" und nerviges nach unten scrollen ist hier die Folge und das schränkt die Benutzerfreundlichkeit oder die Usability ein. Kriterien die zum einen den Benutzer abhalten Ihre Seite wieder zu besuchen und zum anderen gibt es da noch Google die die Usability bewerten. Wie kann eine Maschine die Usability bewerten? Ganz einfach: Durch lesen zum Beispiel!

An dieser Stelle muss ich ein wenig ausholen. Mal angenommen Sie haben einen Handwerksbetrieb. Genauer, Sie sind Frisör in Rosenheim. Ihre Produktpalette bildet ab: Männer-Haarschnitte, Bart-Rasuren, Frauen-Haarschnitte, Dauerwelle, Strähnen, Waschen-Föhnen-Legen, etc. Natürlich verkaufen Sie auch Ihre Produkte wie z. B. Shampoo, Spülung, Haarfarbe, Gel, Nagellack und und und... Jedes Ihrer Produkte ist besonders, weil Sie mit besonderen Scheren arbeiten, mit besonderen Shampoos die Haare waschen und mit einem besonders haarschonendem Verfahren eine Dauerwelle legen.

Diese Besonderheiten heben Sie vom Rest der Frisöre in Ihrer Umgebung ab und Sie wollen das der Welt natürlich auch mitteilen. Auf Ihrer Internetseite findet sich der Platz dazu und Sie fangen an für die Navigation eine logische Gliederungen zu finden. Die erste Gliederung ist natürlich die Aufteilung in Männer und Frauen. Alle Produkte für Männer packen Sie unter Männer und alle Produkte für Frauen packen Sie unter Frauen. Jetzt fangen Sie an Ihre Arbeit zu beschreiben. Nehmen wir jetzt einfach mal die Bart-Rasuren. In einem Text erläutern Sie wie Sie den Bart für die Rasur vorbereiten, wie Sie dann das Rasiermesser am Lederriemen schärfen, Sie wollen Ihre Kompetenz darstellen und schreiben in welchem Winkel Sie das Messer ansetzen, wo sich Ihr Verbandszeug befindet (das war natürlich ein Scherz), mit welchem Shampoo Sie den Bart dann waschen, etc. Ach ja und die Pflegeprodukte nicht vergessen. Pomade, Bart-Öl und Dachs-Haar-Bürste. (Ich bin gerade selbst ein bisschen erstaunt.)

Zu jedem Pflegeprodukt noch ein schönes Foto dazu und auf zum nächsten Punkt. Ihre Internetseite ist jetzt fertig und sauber strukturiert. Sie haben pro Dienstleistung eine Seite mit zusätzlichen Produkten, die Sie dem Kunden noch andrehen können. Ihre Internetseite ist nun online, Google hat sie initialisiert und der erste potentielle Kunde aus Ihrem Ort (Rosenheim) sucht in Google nach Bart-Rasur Rosenheim. Palim palim, Ihre Bart-Rasuren-Seite taucht in Google auf, der Kunde klickt drauf und kommt auf Ihre Seite auf der es nur um Bart-Rasuren geht. Der Kunde ist überwältigt von Ihrem Angebot und Ihrer Kompetenz. Er hat gefunden was er sucht, greift zum Telefon, macht einen Termin aus und ist glücklich. Usability und User-Experience: 100%.

Google geht bei der Initialisierung Ihrer Seite und bei Suchanfragen ähnlich vor. Google erhält die Suchanfrage in Verbindung mit einer Ortsangabe, also zum Beispiel: Bart-Rasuren Rosenheim. Jetzt schickt Google seine vielen kleinen Roboter los (Crawler heißen die in der Fachsprache) die in Rosenheim alle Internetseiten durchsuchen zu denen diese Suchanfrage passen könnte und die Google dann auflistet. Hui, zum Glück haben Sie auf Suchmaschinenoptimierung nicht verzichtet und Ihre Seite erscheint in der generischen Suche ziemlich weit oben. Der potenzielle Kunde gelangt durch einen Klick auf den Eintrag direkt auf Ihre Bart-Rasuren Seite und findet was er sucht.

Jetzt kommts:
Bei One-Pagern läuft es ganz genauso ab. Blöderweise ist bei One-Pagern Ihre komplette Produktpalette auf einer Seite und zufällig befindet sich der Teil in dem es um Bart-Rasuren geht ganz unten auf Ihrer Internetseite. Das bedeutet, der potentielle Kunde wird von Google auf Ihre Seite geleitet und das erste was er sieht ist evtl. ihr super Dauerwellen-Mittel. D. h. er muss sich den Bereich in dem es um Bart-Rasuren geht selber raussuchen. Er findet nicht was er sucht, greift nicht zum Telefon, macht keinen Termin aus und es ist ihm völlig egal weil unter ihrem Eintrag in Google, der nächste Frisör in Rosenheim aufgelistet ist.

Für welche Unternehmen sind One-Pager geeignet?
One-Pager sind für Unternehmen gedacht die wenige, fast selbsterklärende Produkte herstellen oder vertreiben. Auch für Unternehmen die zwar eine große Produkt-Palette haben, sich aber ein Produkt herausnehmen und speziell dieses Produkt auf einer Landing-Page vorstellen bzw. höchst Google-Optimiert vermarkten wollen. Landing-Pages zur Lead-Generierung sind auch optimal für One-Pager geeignet. Fotografen, Soziale Netzwerke, Unternehmen die z.B. Apps entwickeln, Freelancer oder manche Events sind prädestiniert für One-Pager.

Fazit:
Definitiv sind One-Pager eine schöne Art Internetseiten darzustellen und haben auch ihre Daseinsberechtigung. Unbedingt an dem Gedanken festzuhalten einen One-Pager haben zu wollen ist jedoch die falsche Herangehensweise. Es gibt auch wunderschöne "normale" Internetseiten. Sehen Sie mal in unseren Referenzen nach.

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